Festgelder sind so genannte Termingelder, die für einen kurzfristigen Zeitraum, in der Regel zwischen einem und zwölf Monaten, teilweise sogar noch länger, bei einer Bank auf einem Festgeldkonto angelegt werden. Damit ist diese Form der Geldanlage sowohl für den kurz- als auch mittelfristigen Anlagezhorizont geeignet- weniger allerdings für das Baugeld.

Der Anleger kann als nicht wie beim Tagesgeld täglich über sein Guthaben verfügen, sondern erst nach Ende der vereinbarten Laufzeit. Der Sparer erhält für sein Geld einen vorher festgelegten Zinssatz, der deutlich über dem von herkömmlichen Sparanlagen, wie zum Beispiel dem klassischen Sparbuch liegt. Am Ende der vereinbarten Laufzeit wird der Zins gut geschrieben und der Anleger kann dann wieder ohne vorherige Kündigung über sein Kapital verfügen. Der einmal festgelegte Zins kann von der Bank nicht mehr rückgängig gemacht werden. Viele Banken locken im Bereich Tagegeld im Moment mit attraktiven Zinsen. Diese Konditionen gelten aber oft nur für Neukunden. Nur beim Festgeld sind für alle Sparer Zinssätze auf diesem Niveau möglich.

Eine solche Anlage lohnt sich für Sparer, die größere Geldmengen kurzfristig parken wollen, beispielsweise wenn Sie sich vom Weihnachtsgeld erst zu Ostern ein neues Auto kaufen.

Wo bekomme ich das beste Angebot?
Auch hier gilt wie bei allen Finanzprodukten: Konditionen gründlich vergleichen und das klein Gedruckte lesen. Der Zinssatz ist natürlich abhängig von der Bank und da wiederum von der Höhe der Anlage und von der Laufzeit. Grundsätzlich gilt auch hier, je länger je mehr Geld für die Bank arbeiten kann, um so attraktiver wird der Zins. Verschiedene Rechner im Internet helfen beim Vergleich. Schon bei der Anlage von 1000 Euro für ein halbes Jahr sind zwischen vier und fünf Prozent Rendite pro Jahr möglich.

Diese Festgeldkonten können im Internet angelegt werden. Der Geldtransfer ist sicher, da Ein- und Auszahlungen unbar über Referenzkonten laufen. Den Verzicht auf eine teure Kundenberatung honorieren die Banken mit attraktiven Zinsen. Aber auch die Sparkasse an der Ecke bietet im normalen Schaltergeschäft dieses Produkt an. Die Banken führen diese Festgeldkonten für den Anleger kostenlos.

Warum ist diese Anlageform so beliebt?
Die Banken benötigen dringend frisches Geld. Aus diesem Grund verzichten bereits einige Kreditinstitute auf Mindestanlagesummen. Hier kann man schon mit wenigen Euro über wenige Monate an der Zinsrallye teilnehmen. Bei verschiedenen Anbietern hiflt es aber die Augen offen halten. Wird nämlich bei Vertragsabschluss die Verwendung des Geldes nach Ablauf der Zeit nicht festgelegt, geht das Festgeld automatisch in einen neuen Vertrag zu den alten Bedingungen über, der Anlagebetrag wird prolongiert. Wenn dann die Zinsen am allgemeinen Kapitalmarkt höher sind, verschenkt der Anleger bares Geld. Teilweise finde man im Internet zweifelhafte Zusatzvergünstigungen wie beispielsweise ein Konto trotz Schufa.

Sicherheit von Termingeldeinlagen
Grundsätzlich sind Spareinlagen an deutschen Kreditinstituten sicher. Alle am deutschen Markt agierenden Banken sind Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken e .V. Egal, was an den Finanzmärkten passiert, auch wenn eine Bank in die Pleite schlittert, die Einlagen sind sicher, der Sparer bekommt auf jeden Fall das eingezahlte Kapital zurück.

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